Die „118-Zeiger-Uhr“ ist eine konzeptionelle Wanduhr, die mit Erwartungen spielt: Sie besteht aus 118 schwarzen Aluminiumzeigern, von denen keiner die Zeit anzeigt. Stattdessen fehlt das Gewohnte – zwei gezielte Lücken markieren die Uhrzeit: außen die Stunden, innen die Minuten.
Montiert auf zwei transluzenten Acrylglasplatten, erscheinen die Zeiger wie ein schwebendes Geflecht. Das Licht erzeugt sanfte Schatten und Bewegung, während sich die beiden Platten drehen.
Zeit wird hier nicht durch Präsenz, sondern durch Abwesenheit sichtbar. Die Uhr lädt dazu ein, genauer hinzusehen – und den Moment neu zu lesen.